Neues vom Glockenprojekt der Kathedrale Notre-Dame de Paris

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In einem vorherigen Artikel habe ich bereits über das Glockenprojekt der Kathedrale Notre-Dame de Paris berichtet. Nun gibt es wieder Neuigkeiten zu vermelden. Am Montagabend, dem 20. Februar wurden die vier Läuteglocken aus dem Jahre 1856 aus dem Glockenstuhl des Nordturmes ausgebaut, um Platz für das neue Geläut zu schaffen. Bis zur Errichtung des neuen Geläutes im Jahr 2013 wird es an Notre-Dame sehr still werden, da nur die größte Glocke, der Bordun Emmanuel aus dem Jahre 1685, im Südturm verblieben ist. Emmanuel wird allerdings nur zu den Hochfesten läuten, so dass die übrigen liturgischen Feierlichkeiten in der Kathedrale ohne Glockengeläut auskommen müssen.
Mittlerweile ist bekannt, welche Firmen an dem Projekt beteiligt sind. Im Nordturm wird ein neuer Glockenstuhl für acht Glocken errichtet. Diese Glocken werden von der Glockengießerei Cornille-Havard in der Normandie gegossen. Neben der Emmanuel im Südturm wird ein weiterer Glockenstuhl für eine zweite Bordunglocke errichtet. Überraschend ist, dass diese Glocke nicht in Frankreich gegossen wird, sondern von der niederländischen Glockengießerei Royal Eijsbouts. Warum man sich bei diesem Glockenprojekt für zwei Gießereien entschieden hat, ist bisher nicht bekannt.

Im nachstehenden Video sehen Sie Bilder vom Ausbau der vier Glocken und können am Ende nochmals die Simulation des neuen Geläutes hören.